Mit Gemüse gegen Schlaganfall


Weil der Blutdruck sinkt
Mit Gemüse gegen Schlaganfall
gpointstudio/shutterstock.com

Gemüse ist gesund, auch für das Herz-Kreislauf-System. Wer täglich etwa eine Tasse davon zu sich nimmt, reduziert sein Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Nitratverbindungen weiten Gefäße

Gemüse hat es in sich. Neben Vitaminen und Spurenelementen stecken auch Nitrate in Sellerie, Salat & Co. Aus Nitraten entstehen im Körper Nitratverbindungen, und diese beeinflussen die Gefäße: Sie weiten diese und senken dadurch den Blutdruck. Deshalb werden sie als Medikamente auch zur Behandlung von Bluthochdruckkrisen und Angina pectoris eingesetzt.

Wie stark der Einfluss des Gemüse-Nitrats auf die Herzgesundheit ist, hat nun ein australisches Wissenschafts-Team untersucht. Dazu erfasste es die gemüsebedingte Nitrataufnahme von über 50.000 herzgesunden Personen und teilten diese in fünf Gruppen ein.

Beim Vergleich der Gruppen mit der höchsten bzw. niedrigsten gemüsebedingten Nitrataufnahme (durchschnittlich 141 mg/Tag bzw. 23 mg/Tag) zeigten sich schon zu Beginn der Studie Unterschiede im Blutdruck: Systolisch lag er unter der höchsten Nitratzufuhr um 2,28 mmHg niedriger als bei geringer Nitrataufnahme, diastolisch um 1,38 mmHg.

Hohe Nitrataufnahme, weniger Schlaganfälle

In den darauffolgenden 23 Jahren traten bei den Teilnehmer*innen 14.088 schwere Herz-Kreislauf-Erkankungen auf. Schon ab Gruppe 3 (war das Risiko für einen Schlaganfall um 17% niedriger als bei den Männern und Frauen mit der niedrigsten Nitratzufuhr. Diese Gruppe nahm täglich mit 60 mg eine mittlere Menge von Nitrat auf, was etwa der Menge einer Tasse entspricht. Auch das Risiko, aufgrund einer Herzerkrankung in der Klinik zu landen, reduzierte sich um 15%.

In puncto pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) sank das Risiko in der Gruppe mit der höchsten Nitrataufnahme sogar um 35%. Diese positiven Effekte führen die Autor*innen auf die durch das Nitrat verursachte Blutdrucksenkung zurück.

Vorsicht, nicht übertreiben

Nitrate haben allerdings auch eine Kehrseite. Nimmt man zuviel davon auf, entstehen im Körper krebserregende Nitroseverbindungen. Laut dem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) gelten jedoch bis zu 222 mg/Tag für einen 60-Kilo-Erwachsenen als unbedenklich.

Quelle: Springer Medizin

News

Depressionen bei Kindern erkennen
Depressionen bei Kindern erkennen

Reizbar, weinerlich oder freudlos

Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden.   mehr

7 Lebensretter bei allergischem Schock
7 Lebensretter bei allergischem Schock

Gefahr durch Milch oder Erdnuss?

Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie kann ein Besuch im Schnellimbiss oder Restaurant lebensgefährlich werden. Um für einen allergischen Schock gewappnet zu sein, haben Betroffene meist einen Adrenalinpen dabei. Folgende sieben Tipps helfen, den Notfall zu beherrschen.   mehr

So schlafen Schichtarbeitende besser

Mann liegt mit Schlafmaske im Bett.

Erst Lichtdusche, dann Sonnenbrille

Viele Schichtarbeiter*innen leiden unter Schlafproblemen und ständiger Müdigkeit. Doch es gibt einige Strategien, mit denen man dagegen angehen kann.   mehr

Früherkennung ist Trumpf
Früherkennung ist Trumpf

Neugeborenenscreening wird erweitert

Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.   mehr

Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung
Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung

Reisen in Risikogebiete

Von Thailand bis in die Karibik: Denguefieber-Infektionen drohen in zahlreichen Reisegebieten. Bisher empfiehlt die STIKO die Impfung nur Personen, die sich bereits einmal damit infiziert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Reisemedizin sieht das anders.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Apotheke-Godshorn
Inhaberin Irina Ersova
Telefon 0511/78 21 55
E-Mail info@apotheke-godshorn.de