Ratgeber


Kropf: Hals selbst kontrollieren

Kropf: Hals selbst kontrollieren

Schlucktest macht Schwellung sichtbar
Jeder dritte Erwachsene leidet an einer vergrößerten Schilddrüse, oft ohne es zu merken. Mit einem Spiegel und einem Glas Wasser kann jeder selbst prüfen, ob er vermutlich betroffen ist.
  • Dicke Drüse – dicker Hals

    Die Schilddrüse ist eine Hormondrüse, die unter dem Kehlkopf vor der Luftröhre sitzt. Sie schüttet Hormone aus und spielt damit eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel. Normalerweise ist sie von außen nicht sichtbar. Vergrößert sie sich jedoch – meist infolge von Jodmangel – schwillt der Hals im Kehlkopfbereich an. Dann spricht man von einem Kropf oder einer Struma. Der Kropf ist eine häufige Erkrankung der Schilddrüse. Ist er stark ausgeprägt, kommt es im angeschwollenen Halsbereich zu einem Druckgefühl. Zudem steigt das Risiko für eine Schilddrüsenüberfunktion oder gar Schilddrüsenkrebs.

    Schlucken und beobachten

    Ein kleiner Kropf ist meistens nicht spürbar. Wolfgang Wesiack vom BDI empfiehlt deshalb, die eigene Schilddrüse regelmäßig selbst zu überprüfen. Das gehe am besten mit einem Schlucktest: „Für den Test benötigt man nur ein Handspiegel und ein Glas Wasser. Die Schilddrüse sitzt unterhalb des Kehlkopfes“, erklärt Wesiack. „Halten Sie den Handspiegel also so, dass Sie den Teil des Halses zwischen Kehlkopf und Schlüsselbein sehen können. Legen Sie dann den Kopf in den Nacken, trinken Sie einen Schluck Wasser, und behalten Sie Ihren Hals dabei weiterhin im Blick. Beobachten Sie während des Schluckens, ob unterhalb des Kehlkopfes Schwellungen hervortreten“, sagt Wesiack.

    Entdecken Sie bei dem Test eine Veränderung am Hals, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. „Dieser kann mit einer einfachen und schmerzfreien Tastuntersuchung feststellen, ob eine vergrößerte Schilddrüse oder knotige Veränderungen vorliegen, und dann entscheiden, ob weitere Untersuchungen notwendig sind“, erklärt Wesiack. Spezielle Medikamente verhindern eine Operation oder Langzeitschäden.

    Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten (BDI)


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Blutdruck selber messen

Blutdruck selber messen

Erhöhten Blutdruck spürt man nicht
Rund 35 Millionen Deutsche leiden an Bluthochdruck, aber nur die Hälfte der Betroffenen weiß davon – denn man spürt die Erkrankung anfangs nicht. Experten empfehlen deshalb regelmäßige Blutdruckkontrollen. Wie man diese korrekt durchführt.
  • Schleichendes Leiden

    Anhaltender hoher Blutdruck fördert Gefäßerkrankungen, schwächt das Herz oder die Nieren. Es drohen Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Das Gefährliche dabei: Viele Betroffene bemerken zunächst nicht, dass sie an Bluthochdruck leiden. Denn zunächst verursacht dieser keine Beschwerden. Um frühzeitig auf die Erkrankung aufmerksam zu werden, ist regelmäßiges Blutdruckmessen deshalb wichtig. Wer kein Messgerät zur Hand hat, kann seinen Blutdruck auch beim Arzt oder Apotheker messen lassen. Viele Apotheken bieten eine kostenfreie Messung an.

    Wann ist der Blutdruck zu hoch?

    Der Blutdruck eines gesunden Menschen liegt bei 120/80 Millimeter Quecksilbersäule (mmHG). Die erste Zahl beschreibt die Auswurfphase des Herzens, bei der sich die linke Herzkammer zusammenzieht und das Blut in die Aorta pumpt. Der Blutdruck ist hier am höchsten. Der zweite Wert bezeichnet die Entspannungsphase der Herzmuskeln. Die beiden Herzkammern erweitern sich, um neues Blut hineinströmen zu lassen. Der Blutdruck ist hier am geringsten. Liegen die Werte dauerhaft über 140/90 mmHG liegt ein leichter Bluthochdruck vor. Eine schwere Hypertonie beginnt bei Werten von über 180/110 mmHG.

    Richtig messen

    Damit Sie zu Hause Ihren Blutdruck richtig messen können, ist es wichtig, die passende Manschettengröße für den Arm und die am besten geeignete Messmethode auszuwählen. Möglich ist das Messen am Oberarm oder am Handgelenk. Vor der ersten Messung zu Hause sollten Sie sich in der Apotheke zeigen lassen, wie Sie korrekt vorgehen. Die Manschette muss sich während dem Messen auf Herzhöhe befinden. Um die Ruhewerte korrekt zu ermitteln, sollten Sie sich am besten schon fünf Minuten vorher ruhig hinsetzen.

    Da der Blutdruck natürlichen Schwankungen unterliegt, muss ein einmalig erhöhter Wert nichts bedeuten. Wichtig ist, dass Sie über mehrere Tage Ihren Blutdruck messen und die Werte dokumentieren. Sind die Werte mehrere Tage hintereinander erhöht oder häufen sich Beschwerden wie grundloses Nasenbluten, Blut im Urin oder Kopfschmerzen beim Aufwachen, suchen Sie schnell einen Arzt auf. Gleiches gilt, wenn Herzklopfen, Schwindelanfälle oder Sehstörungen auftreten. Ist der Blutdruck anhaltend über 200/130 mmHG, liegt eine Notsituation vor, die sofort einen Arzt erfordert.

    Tipps im Überblick:

    • Messen Sie frühestens nach fünf Minuten im entspannten Sitzen ohne körperliche und seelische Belastungen. Verzichten Sie vor der Messung auf Kaffee, Schwarztee und Rauchen. Messen Sie stets vor der Tabletteneinnahme am Morgen, gegebenenfalls auch vor der Gabe am Abend.
    • Lagern Sie den Unterarm dabei auf einer Unterlage, sodass sich die Blutdruckmanschette am Oberarm auf Herzhöhe befindet.
    • Führen Sie die erste Messung an beiden Armen. Maßgeblich für die Diagnose ist der Arm mit den höheren Messwerten. Im Folgenden sollte immer an diesem Arm gemessen werden.
    • Messen Sie Ihren Blutdruck zwei- oder dreimal hintereinander, jeweils mit einer halben Minute Pause. Erfahrungsgemäß kommt es mit der Zeit zu einem gewissen Blutdruckabfall. Ermitteln Sie anschließend den Durchschnittswert der letzten beiden Messungen. Dieser ist entscheidend für die Diagnose.
    • Bei erhöhten Blutdruckwerten messen Sie den Blutdruck am besten mehrmals am Tag und an mehreren Tagen in der Woche.
    • Notieren Sie die Werte stets in einem Blutdruck-Protokoll. Die Deutsche Herzstiftung stellt dafür einen kostenlosen Blutdruck-Pass zur Verfügung. Mithilfe dieses Passes lassen sich die Werte über einen längeren Zeitraum nachverfolgen. Nehmen Sie den Pass stets zu Ihrem Arzt mit, denn anhand der Aufzeichnungen kann dieser die Bluthochdruck-Therapie optimal ausrichten.

    Quelle: Apothekerkammer Niedersachsen


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Heuschnupfen bei Kindern behandeln

Heuschnupfen bei Kindern behandeln

Mittel aus der Komplexhomöopathie
Laufende Nase, tränende Augen und Niesattacken – Heuschnupfen betrifft auch immer häufiger Kinder. Bei vielen Eltern stehen naturheilkundliche Mittel hoch im Kurs. Ein Überblick über homöopathische Komplexmittel bei Pollenallergie.
  • Inzwischen leiden bis zu 25 Prozent der Kinder unter einer Allergie. Die ersten Beschwerden treten meist im Kindergartenalter oder später auf. Bei erstmaligen Auftreten von allergieverdächtigen Symptomen wie Niesen oder Augenbrennen, ist ein Allergietest beim Kinderarzt zu empfehlen. Ist die Diagnose Heuschnupfen gesichert, bietet die Homöopathie verschiedene Einzel- und Komplexmittel zur Behandlung an. Das wichtigste Einzelmittel gegen Heuschnupfen ist der Kleine Goldregen (Galphimia glauca, Thryallis glauca). Es ist in Globuli-Form erhältlich und auch in der Prävention bewährt. Jeden Tag 5 Globuli Galphimia glauca D12 reduziert die Allergiebereitschaft. Der Behandlungsbeginn liegt am besten 2 Wochen vor der Pollensaison.

    Komplexhomöopathie: Auf Altersbeschränkung achten

    In den homöopathischen Komplexmitteln wird der der Kleine Goldregen mit weiteren Wirkstoffen kombiniert, etwa mit Kürbisschwämmchen (Luffa), dem Botenstoff Histamin oder der Ballonrebe (Cardiospermum). Achten Sie immer auf die Altersbeschränkung der Mittel. Für Säuglinge im 1. Lebensjahr ist beispielsweise nur ein einziges Mittel zugelassen: Luffeel® comp. Tabletten. Kleinkinder zwischen 1 und 5 Jahren können alternativ mit Pascallerg® Tabletten behandelt werden. Für Kinder ab 6 Jahren sind weitere Produkte erhältlich: Klosterfrau allergin® Globuli und Heuschnupfenmittel DHU®.

    Hinweis: Achten Sie auf die speziellen Dosierungen für Kinder! Sie finden die Dosierung in der Packungsbeilage oder können Sie bei Ihrem Apotheker erfragen.

    Ergänzend zu den homöopathischen Komplexmitteln haben sich Nasensprays bewährt. Ihr Apotheker empfiehlt Ihnen individuell ein geeignetes Präparat, das die Nasenschleimhaut nicht unnötig reizt oder austrocknet. Zu empfehlen sind 1–2 Sprühstöße pro Tag, im Akutfall auch öfter.

    Tipps für den Alltag

    Zusätzlich zu der medikamentösen Therapie lindern verschiedene Verhaltensweisen die Beschwerden von allergiegeplagten Kindern:

    • Lüften Sie morgens zwischen 6 und 8 Uhr einmal kräftig stoß. Den Rest des Tages Türen und Fenster möglichst geschlossen halten.
    • Bringen Sie Pollenschutzgitter vor den Fenstern an.
    • Waschen Sie dem Kind jeden Abend gründlich die Haare. Bewahren Sie Kleidung, die draußen getragen wurde, nicht im Kinderzimmer auf.
    • Verlegen Sie während der Pollenflugsaison mehr Aktivitäten nach drinnen.
    • Statten Sie ihren Staubsauger mit einem Feinstaubfilter aus und saugen Sie regelmäßig die Wohnung.
    • Lassen Sie einen Pollenfilter in Ihr Auto einbauen.

    Quelle: Dr. rer. nat. Daniela Birkelbach: Komplexhomöopathie für Pollen-geplagte Kinder. In: PTA heute, Nr. 12, Juni 2016, S. 90–92


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Ohrenpflege – so geht's

Ohrenpflege – so geht's

Finger weg von Wattestäbchen
Unser Ohr leistet Enormes. Gleich für zwei Sinneswahrnehmungen ist es zuständig: den Hörsinn und den Gleichgewichtssinn. Tipps zur richtigen Pflege und Reinigung dieses wichtigen Organs.
  • Selbstreinigung der Ohren unterstützen

    Die Ohren reinigen sich selbst und zwar rund um die Uhr. Kleine Flimmerhärchen in den Gehörgängen transportieren durch ständige Bewegung abgestorbene Hautschuppen, Fremdkörper und Schmutz- und Staubpartikel nach außen. Unterstützt werden die Härchen vom Ohrenschmalz, dem sogenannten Cerumen. Ohrenschmalz ist kein Schmutz. Im Gegenteil: Da Partikel daran haften bleiben hilft das klebrige Sekret, den Gehörgang zu reinigen. Außerdem bildet Ohrenschmalz einen Säureschutzmantel, der das Eindringen von Krankheitserregern oder Insekten verhindert und die Haut fettet, um sie geschmeidig zu halten. Um die Ohren zu reinigen genügt es, diese Selbstreinigungsfunktionen zu unterstützen.

    Sanfte Säuberung

    Mit einem Waschlappen oder Wattepad können Sie die Ohrmuscheln sanft säubern und den heraus transportierten Schmutz entfernen. Alternativ lassen Sie unter der Dusche etwas warmes Wasser in den Gehörgang laufen und trocknen die Ohrmuschel anschließend mit einem weichen Tuch ab.

    Hinweis: Seife oder Shampoo sollten nicht in die Ohren gelangen.

    Gegen trockene Haut hilft es, die Ohrmuschel vorsichtig mit einigen Tropfen Babyöl einzureiben. Auch hinter den Ohren sollten Sie sich regelmäßig waschen und die Haut anschließend gut abtrocknen. Kinder benötigen dabei Hilfe. Denn bei fehlender oder falscher Reinigung entstehen bei Ihnen besonders schnell Entzündungen am und im Ohr.

    Wattestäbchen meiden

    Wattestäbchen haben in den Ohren nichts zu suchen. Die harten Stäbchen können kleine Hautverletzungen verursachen und eine Angriffsfläche für Bakterien und Pilze bieten. Die Folge sind Ekzeme und schmerzhafte Entzündungen des Gehörgangs. Bei unsachgemäßer Benutzung besteht außerdem das Risiko, das empfindliche Trommelfell zu reizen oder zu verletzen. Zum anderen schieben Q-Tipps das Ohrenschmalz tiefer in den Gehörgang, wo es eintrocknet und sich zu einem Pfropf verklumpen kann.

    Tipp: Wenn Sie nicht auf Wattestäbchen verzichten wollen, steigen Sie auf spezielle Sicherheitsstäbchen für Babys um. Diese haben ein verdicktes Ende und dringen nicht zu tief in den Gehörgang ein.

    Ohrenschmalzpfropf professionell entfernen lassen

    Eine weitere Ursache für einen Ohrenschmalzpfropf ist eine übermäßige Produktion von Ohrenschmalz. Dann reicht die Selbstreinigungsfunktion der Ohren nicht aus. Ohrenschmalz sammelt sich im Gehörgang, trocknet ein und bildet einen harten Pfropf. Bei älteren Menschen entsteht der Verschluss oft, da die Drüsen weniger Fett erzeugen und das Ohrenschmalz fester wird. Die Folgen sind Druckgefühle, Schmerzen und Schwerhörigkeit. Ohrentropfen oder -sprays mit Pflanzenölen aus der Apotheke helfen Ihnen, das Cerumen zu entfernen.

    Hinweis: Hat sich bereits ein harter Pfropf gebildet, sollten Sie sich an einen HNO-Arzt wenden. Dieser entfernt den Schmalzpfropfen durch Absaugen, mithilfe eines kleinen Häkchens oder durch eine Spülung mit körperwarmem Wasser.


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Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

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